Vita

Ich wurde am Dienstag, den 3. August 1993 in Aschaffenburg geboren. Aufgewachsen bin ich in Waldaschaff und habe im Alter von 6 Jahren zuerst im Bambini Training meine sportliche Laufbahn begonnen. Dort lag der Schwerpunkt auf turnerischen Elementen, Koordination und Ausdauer. Als ich nach einiger Zeit im Bambini Training keine Techniken lernte, kam ich enttäuscht vom Training nach Hause und folgte meinem 3 Jahre älteren Bruder ins Schülertraining des KSV Bavaria Waldaschaff. Wenig später nahm ich sogar an den ersten Turnieren teil. Ich konnte bis zum 12. Lebensjahr bei den Jungs mitkämpfen und zahlreiche Bezirksmeisterschaften sowie Hessenmeisterschaften in beiden Stilarten gewinnen. Mein erster Trainer der mich auf diesem Weg unterstützt hat ist Joachim Sauer. Seit meinem 12. Lebensjahr kämpfe ich ausschließlich nur noch gegen Mädchen und später Frauen. 2008 gewann ich mit Bronze meine erste Medaille auf einer Deutschen Meisterschaft.

2009 konnte ich an der Volksschule Waldaschaff meinen Qualifizierenden Hauptschulabschluss erwerben und begann im Anschluss eine 3-jährige Berufsausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation beim Steuerberater Pfeifer & Pfeifer in Hösbach. Die Ausbildung konnte ich 2012 erfolgreich abschließen und durch meinen guten Notenschnitt den Mittleren Bildungsabschluss erwerben. Während der Ausbildung konnte ich 2009 und 2010 bei den Deutschen Meisterschaften den 1. Platz erkämpfen.

Meinen ersten internationalen Titel gewann ich 2010 bei den Kadetten Europameisterschaften in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina). Leider zog ich mir auf dieser EM auch meine erste schwere Verletzung zu: im Halbfinale riss mir 30 Sekunden vor Kampfende das Kreuzband im linken Knie. Während ich in diesem Kampf den Sieg über die Zeit retten konnte, hatte ich mit dieser Verletzung im Finale keine Chance und beendete das Turnier als Vize-Europameisterin. Nach der Operation im Oktober stand das Jahr 2011 im Zeichen der Reha.

Nach der Rückkehr auf die Matte belegte ich bei den Deutschen Meisterschaften in Aschaffenburg 2012 den 2. Platz und holte somit meine erste DM Medaille in der Altersklasse Frauen.

2013 erlitt ich im Training eine weitere schwere Verletzung, diesmal in der rechten Schulter. Der Operation folge eine halbjährige Zwangspause in der ich die Schulter nicht belasten durfte, ehe ich wieder ins Aufbautraining einsteigen konnte. Bei der Deutschen Meisterschaft 2014 belegte ich erneut den 2. Platz.

Parallel zum Ringen arbeitete ich nach der Berufsausbildung bis Mitte August 2016 Vollzeit in diesem Beruf. Mein Arbeitgeber war sehr kulant und ermöglichte es mir zweimal wöchentlich eine Trainingseinheit am Morgen zu absolvieren. In dieser Zeit konnte ich im Jahr 2015 und 2016 bei den U23 Europameisterschaften jeweils die Silbermedaille erkämpfen und feierte 2016 den Titel der Deutschen Meisterin im Seniorenbereich.

Nachdem ich vom Verletzungspech 3 Jahre verschont war, riss mir im Juni 2017 beim Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland das rechte Kreuzband. Wie schon nach meinem ersten Kreubandriss erfolgte die Rückkehr auf die Matte erneut auf einer Deutschen Meisterschaft in Aschaffenburg. Dieses mal konnte ich mein Comeback allerdings mit der Goldmedaille krönen.


Aufgeben ist keine Option.

Anna Schell

2016 bekam ich durch meine sportlichen Erfolge die Möglichkeit eine Ausbildung im Spitzensportprogramm der Bayerischen Polizei zu absolvieren. Hier konnte ich meinen Sport Ringen und meinen Kindheitswunschberuf Polizistin perfekt verbinden. Die Ausbildung im Spitzensportprogramm der Polizei wird auf 5 Jahre gestreckt. Hier werden 4 Monate (von Oktober bis Ende Januar) die theoretischen und praktischen Elemente des Polizeiberufes vermittelt. Ab Februar befindet man sich in einer 8 monatigen Freistellungsphase, in der man seinem Sport voll und ganz nachgehen und sich optimal auf die Trainingslager und Wettkämpfe vorbereiten kann. Während der Zeit des Präsenzunterrrichts bei der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung in Dachau konnte ich mir ein sehr gutes soziales Umfeld aufbauen. Zudem kann ich zur idealen Wettkampfvorbereitung die Trainingsmöglichkeiten der VI. BPA in vollem Umfang nutzen. Deshalb entschloss ich mich Ende 2018, meinen Lebensmittelpunkt nach Dachau zu legen.

Im April 2019 zeigten sich schon erste Erfolge, hier konnte ich bei den Europameisterschaften in Bukarest die Silbermedaille in der Gewichtsklasse bis 72 kg erkämpfen. Den Titel der Deutschen Meisterin konnte ich im Mai 2019 verteidigen. Im September 2019 gelang es mir dann, für viele überraschend, bei den Weltmeisterschaften der Frauen in Nur-Sultan (Kasachstan) die Bronzemedaille und somit auch das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio zu sichern. Als besondere Anerkennung für die in diesem Jahr errungenen Erfolge wurde ich vom DRB als Ringerin des Jahres 2019 ausgezeichnet.

Das Jahr 2020 stand für mich unter keinem guten Stern. Bei der Europameisterschaft Anfang Februar belegte ich den 5. Platz, kurz danach wurden auf Grund von Corona sämtliche Trainingseinrichtungen geschlossen. Die für den Sommer angesetzten Olympischen Spiele in Tokio wurden verschoben, meine Qualifikation blieb aber bestehen. Als ich im Juli wieder trainieren durfte, verletzte ich mich am Fuß. Leider wurde die Schwere der Verletzung erst im Oktober erkannt, so dass nach der Operation für den Rest des Jahres wieder Reha auf dem Programm stand. Während dieser Zeit absolvierte ich die schriftlichen Abschlussprüfungen meiner Polizeiausbildung, welche ich im Januar 2021 mit dem Bestehen der praktischen Prüfung erfolgreich abgeschlossen habe.

Erfolge

2019

3. Weltmeisterin
2. Europameisterin
1. Deutsche Meisterin

2018

1. Deutsche Meisterin

2017

3. Deutsche Meisterin

2016

2. Europameisterin U23
1. Deutsche Meisterin

2015

2. Europameisterin U23

2014

2. Deutsche Meisterin

2012

2. Deutsche Meisterin

2010

2. Europameisterin Kadetten
1. Deutsche Meisterin A-Jugend

2009

1. Deutsche Meisterin A-Jugend

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Anna Schell
c/o Mentalitätsmonster.de
Am Steigleiter 15
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